Wanderung über die Grenze nach Krásná Hora CZ
Am Samstag, 13.06. traf sich eine 11-köpfige Wandergruppe um Wanderwart Karl Graf wie immer in Grafenau am Meininger Parkplatz, um von dort nach Auersbergsreut aufzubrechen. Nach einer kalten und verregneten Woche meinte es das Wetter gut, so dass sich sogar die Sonne blicken ließ. Beim Gasthaus Eder in Auersbergsreut durften die Wanderer ihre PkWs parken, von da aus starteten sie ihre ca. 7,5 km lange Rundwanderung nach Krásná Hora, Tschechien. Dort besichtigten sie eines der noch übrig gebliebenen Häuser aus der Zeit des Kalten Krieges. Tschechische Grenzsoldaten waren dort bis 1990 einquartiert, Überreste des Straßendorfes Schönberg, vor dem zweiten Weltkrieg ein typisches Böhmerwalddorf.
Zurück führte der Weg über wilde Naturlandschaften und über den Grenzbach Köchlau (tschech: Hranični potok) zum Ausgangspunkt, wo die Wandergruppe mit einer Brotzeit im Gasthaus Eder ihre Wanderung ausklingen ließ.
Folgende Informationen sind über das böhmische Dorf Schönberg, tschechisch Krásná Hora zu finden (Quelle: KI / Internet):
Krásná Hora (deutsch: Schönberg) direkt an der tschechisch-bayerischen Grenze bei Auersbergsreut.
Es handelt sich um eine heute verlassene und verschwundene Ortschaft (Zaniklá osada) im Böhmerwald (Šumava), die heute zur Gemeinde Stožec (Tusset) im Bezirk Prachatice gehört.
Der Ort wurde um 1710 an den sonnigen Hängen des Berges Kapraď (1026 m n.m.) direkt an der Grenze zu Bayern gegründet.
Die Bewohner lebten vor allem von der Forstwirtschaft, dem Flachsanbau und der Weberei.
Bereits ab 1823 gab es eine Wanderschule, ab 1891 schließlich ein massives Steinschulhaus. Im Winter war der Schulweg wegen der enormen Schneemengen für die Kinder oft wochenlang unpassierbar.
Im Jahr 1921 zählte der Ort 338 Einwohner, die in 47 Häusern lebten. Die Bevölkerung war überwiegend deutschsprachig.
Denkmal: Ein Gedenkstein erinnert an den tschechischen Polizeiwachtmeister und russischen Legionär Jindřich Vrabec, der hier 1928 während des Nachtdienstes vom Blitz getroffen wurde und starb.
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Text, Bilder, Autor: Karl Graf